Dienstag, 2. August 2011

"Tür aufmachen - Polizei!"

Da bin ich grad mal 8 Tage in Temuco und habe mir nach fünf harten Arbeitstagen und einem typisch chilenischen Sonntagsessen meine Abendruhe wohl verdient, da bollerts an der Wohnungstür. Merke: Öffne niemals die Pforten ohne vorher den Türspion befragt zu haben. Ich schiele also durch und sehe zwei schwere Männer in teuren Anzügen im Treppenhaus warten. "Ogott", denke ich, "jetzt ist es aus! Die Chilenische Mafia!!!" Tot stellen kann ich mich nicht, weil wir 3 Sekunden zuvor noch laut in der Wohnung gelacht haben und ebenfalls die mexikanische Hiphopmusik meiner Mitbewohnerin durch die dünne Holztür nach außen dringt. "Quien es?", rufe ich also, "Wer da?"... "Polizei, machen Sie die Tür auf", schallt die kräftige Männerstimme in dem kalten Flur wieder.... 

Dienstag, 26. Juli 2011

Einführung in die kulturelle Vielfalt Chiles: Kapitel 1, der ÖPNV

Busfahrer in Pause. Abseits der Arbeit lieber mit dem Rad.
Während es im Gegensatz zu Deutschland an den Bushaltestellen in Spanien nicht mal Busfahrpläne gab, gibts in Chile nichtmal Bushaltestellen. Man stellt sich an die Straße winkt verrückt, der Bus hält fast an, man springt elegant und waghalsig auf und los geht die rasante fahrt durch die schmalen Gassen Valparaísos oder die großen Avenidas von Temuco. "Solange sich keiner beschwert, darf der Fahrer seine Musik so laut hören wie er möchte.", sagt in jedem Bus ein kleines Schildchen während bei uns im Merkelland 18Verbotsschilder den Konsum von Essen, lauter Musik, Handys, Sprechen mit dem Fahrer uswusf anprangern. Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit kriegt der Chilene also schon mit heißen Latinorythmen gute Stimmung verpasst, während das alte Gefährt über die Straßen ruckelt, zuckelt und rappelt - das hat schon so seinen Charme. Gezahlt wird nach Sympathie, manchmal bezahl ich 400, manchmal 500 und wenn die Haare nicht sitzen (das kommt bei dem nass kalten Wetter schonmal häufiger vor) 600 Chilenische Pesos. Der Assistent vom Busfahrer verzeihts aber trotzdem immer mit einem netten Augenzwinkern. Vielen Dank, schönen Tag noch. Ich finde am Busfahren lässt sich auch immer ein Stück Landeskultur erkennen. Reflektieren wir das mal... 

Samstag, 16. Juli 2011

El cuerpo va más rapido que el corazón. Der Körper reist schneller als das Herz.

Und so kommt es, dass ich bereits, ohne es wirklich zu glauben, in Chile bin. Chile? Dieser schmale Streifen Land in Südamerika? Ja...Chile.... das Land der Anden, der Atacamawüste und des Feuerlandes. Das Land der Lamas, Alpacas und Guanacos. Land der Vulkane und Erdbeeben. 4500km von Norden nach Süden, 0 bis 6000 Höhenmeter von Osten nach Westen. 16,6 Millionen Chilenen auf dieser riesen Fläche, 1Einwohner pro km² en la Patagonia (dem Feuerland), 150Einwohner pro km² in der Hauptstadt Santiago de Chile. Im süden die Gletscher im Norden die trockensten Wüste der Welt. Bienvenidos... 

Samstag, 25. Juni 2011

Spaniens Geschwindigkeitslimit und Lenas rasende Zeit

Höchstgeschwindigkeit auf Spaniens Autobahnen von 110 zu 120km/h zu 110km/h. Kritik an der Maria-Figur Merkel und die grüne Gurkenwelle der Empörung. Was ist los in Spanien?   

Die Zeit rast. Da kommt man (Lena) ganz schön ins schwitzen. Oder liegt das daran, dass die Temperatur hier täglich über 40Grad klettert? Oder ist es der kalte Angstschweiß, den mir meine immer näher rückende Heimreise auf die Stirn treibt? Was ist los in Lenas Leben?

Donnerstag, 2. Juni 2011

Gurkenskandal in Deutschland - die Spanier sind empört

Während die spanischen Medien, obwohl erzürnt ob der groben Behandlung ihrer Gurken in Deutschland, noch versuchen sachlich zu berichten, ist das spanische Volk schon längst außer sich vor Wut. Da kommt er mal wieder der Nationalstolz. Nix gegen Spanien, sonst rappelts in der Kiste. Die Regiegrung kann ruhig auf vielfältigste Weise kritisiert werden, aber unsere Gurken verunglimpfen - das geht zu weit!
Zur Veranschaulichung des aufgeheizten Volksgemüts übersetze ich einen Text, der sich auf einigen "Pinnwänden" meiner spanischen Amigos im Facebook befindet und ihrem Zorn sachlich ausdruck verleiht: "In Spanien wurden mehrere Fälle von mit Darmbakterien verseuchten Frankfurter Würstchen verzeichnet, deren Konsum zum Tod von Kindern und Alten führen kann. Im deutschen Bier befinden sich Spuren von menschlichem Urin. Und die Parkplätze von LIDL sind mit Prostituierten überfüllt. Schreibe diesen Text auch auf dein Pinnwand, wenn du willst, dass man Angela Merkel eine Gurken in den Hintern stopft." Eine Gurke in der Kanzlerin Anus fordert man also. Inwieweit das generell befürwortenswert ist oder darüberhinaus eine geeignete Maßnahme zur spezifischen Bekämpfung das Gurkenproblems darstellt, lasse ich an dieser Stelle unkommentiert.

Freitag, 20. Mai 2011

Viele Grüße vom Bruchpilot




















Für einen ausführlichen Bericht vom schönen Norden, verrückten Menschen, der Finanzkrise Portugals und meiner persönlichen Tragödie gehts hier weiter.... die Kernessenz des Urlaubes ist sonst mit den drei Bildern abgehakt...