| Hallooo, hier findet ihr noch (leider ungeordnet einige Bilder, die zum vorangegangenen Beitrag gehören. |
Donnerstag, 30. September 2010
Bilder Nachtrag --- Bilder zum vorangegangenen Beitrag ---
Mittwoch, 29. September 2010
Lisboa, Universidad Sevilla - die ersten Tage
Hooooola a todos!
Heut ist der 29.September. Das bedeutet für mich drei Dinge:
1.) Seit 3 Tagen bin ich 23, ich hatte einen wunderschönen Geburtstag und möchte mich auch hier nochmal für die vielen lieben Glückwünsche aus der Ferne bedanken, das war wirklich schön.
2.) Ich habe seit einer Woche nichts mehr von mir hören lassen. Das lag zum Einen daran, dass ich 4 Tage in Lissabon bei Annalena zu Besuch war und zum anderen, dass jetzt die Uni losgegangen ist. Die Organisation lässt sehr zu wünschen übrig und so verbringe ich meinen Tage von 9 - 21 Uhr damit durch das wunderschöne Gebäude von A nach B zu eilen und zu erfahren wie sich mein nächstes Jahr hier gestalten wird. Schwierig, etwas entmutigend, aber ich bin frohes Mutes.
3.) Heute ist Generalstreik in Spanien.
Für euch bedeutet das, dass ich aufgrund des Generalstreiks (Uni zu, Läden zu) Zeit habe ein Blogupdate zu schreiben, dessen Inhalt hauptsächlich von Lissabon berichten wird. Soviel zur Einleitung. (Man kennt das ja, die sind in Büchern auch oft zäh und dann wirds in der Mitte richtig gut- ich hoffe auf ein Happy End!)
Dienstag, 21. September 2010
Bus, Bank und jede Menge Boote.
Grüß dich, lieber Leser!
Ich habe jetzt von vielen Leuten gehört, dass die Kommentarfunktion in meinem Blog nicht richtig funktioniert. Egal welche Option ich da auch auswähle, ich werde der Lage offenbar nicht Herr... Das ist sehr schade. Ich möchte mich aber trotzdem für die vielen lieben Rückmeldungen bedanken, die ich auf anderem Wege bekommen habe, so weiß man wenigstens, dass sich die Tipperei lohnt... dankedanke! :-)
Gut, ich habe einiges auf meinem kleinen Block stehen, den ich immer mit mir rumtrage und mir ab und an Dinge aufschreibe damit ich nicht vergesse sie euch zu erzählen. Deshalb fang ich mal an zu berichten...
Ich habe jetzt von vielen Leuten gehört, dass die Kommentarfunktion in meinem Blog nicht richtig funktioniert. Egal welche Option ich da auch auswähle, ich werde der Lage offenbar nicht Herr... Das ist sehr schade. Ich möchte mich aber trotzdem für die vielen lieben Rückmeldungen bedanken, die ich auf anderem Wege bekommen habe, so weiß man wenigstens, dass sich die Tipperei lohnt... dankedanke! :-)
Gut, ich habe einiges auf meinem kleinen Block stehen, den ich immer mit mir rumtrage und mir ab und an Dinge aufschreibe damit ich nicht vergesse sie euch zu erzählen. Deshalb fang ich mal an zu berichten...
Sonntag, 19. September 2010
Objetos Blancos
Hola!
Es ist Sonntag morgen in Sevilla und mal wieder Zeit für ein kleines Update von meinem Leben hier. Das erste Großereignis der letzten Woche waren wohl die "objetos blancos", die weißen Objekte, von denen ich eines morgens ganz aufgeregt meinen Mitbewohnerinnen erzählt habe. Dabei bin ich wie wild ans Fenster gelaufen und habe verzweifelt mit dem Finger nach oben gezeigt - es hat einige Minuten gedauert, bis sie mich endlich verstanden hatten: ich hatte "la nube", die Wolke, am Himmel gesichtet - eine Vokabel deren Erlenen hier bisher einfach noch nicht notwendig gewesen war. Aber da war sie. Groß und weiß und so vielversprechend kühl. Sie hat die nächsten 4 Stunden allerdings nicht überlebt - die Sonne hat sie mit ihrer unerbärmlichen Hitze einfach ausgetrocknet. Was hätte ich denn gedacht, dass ich mich als Westerwälder mal über eine Wolke, Wind und Regenwetter freuen würde? Unfassbar. Die Hitze hatte nur letzte Woche leider ein solches Ausmaß angenommen, dass Aktivitäten jedweder Art einfach schlicht nicht möglich waren. Entweder morgens vor 11 oder abends nach 11. Mein Leben ist ein bisschen wie Ramadan geworden - nur umgekehrt. Tagsüber quasi nur essen und anderen Aktivitäten dann im Rest der Zeit nachgehen... ;-) Ok, inzwischen hat es sogar mal geregnet und wir haben abends bei 26Grad den Pullover ausgepackt, weil es uns doch etwas gefröstelt hat, es kann nur noch wenige Tage dauern, bis die ersten Sevillaner hysterisch ihre Wintermäntel auspacken. Meine Mitbewohnerinnen kaufen sich die ganze Zeit schon warme Stiefel, Strickjacken und Wollhandschuhe. Was ist hier nur los?
bisher noch kein vollständiges Bild des spanischen Mannes gewinnen konnte, da ich zur wirklichen Konversation noch keine Gelegenheit hatte. Das Einzige, was man hier als ERASMUS-Student kennenlernt (zumindest bisher) sind eben die Hombres in den Bars und Diskos, die, einen Kopf kleiner als man selbst (und das will bei meiner geringen Körpergröße schon was heißen), das Gefühl haben unwiderstehlich zu sein. Und davon gibts jede Menge! Ich bin aber durchaus bereit mich von meinen Mitbewohnerinnen noch vom Gegenteil überzeugen zu lassen - es gibt wohl auch nette Männer hier. Hier links im Bild sehen wir schon die klassische Rollenverteilung, der Mann links fasziniert vom Wunder der Technik (alles schön in Rosa gehalten) und nebenan kümmert man sich schon eher mehr ums Essen und darum, was im Rest der Welt so vor sich geht. Ich mag das Bild jedenfalls.
Unten sieht man einfach das klassische Bild an einem Sommerabend in Sevilla. Man nehme 30 Grad, viele Leute, egal welchen Alters, und versammle sie vor einer beliebigen Bar. Weiterhin drücke man jedem der Gäste ein Glas cerveza (wahlweise Cruzcampo oder San Miguel) zum Preis von 1€ in die Hand und verleihe allen ein kräftiges Stimmorgan, das zum Einsatz bereitsteht. Und voilà: esa es la vida sevillana. An allen Straßenecken Menschen, Menschen, Menschen, Bier, wilde Unterhaltungen und Gelächter. Und mittendrin die Chipsverkäufer, die für den Elektrolytausgleich sorgen. Herrlich.
Ein etwas kurzfristigeres Ereignis aber, dass auch mit der schlechten wirtschaftlichen Lage des Landes zusammenhängt ist der Generalstreik am 29. September. Nichts wird mehr gehen und wenn die Spanier meinen NICHTS, dann meinen sie auch NICHTS. Keine Busse (auch kein Ersatzverkehr), keine geöffneten Läden, keine Uni.. nada. Ich bin gespannt.
So und jetzt werde ich mich mal auf den Weg machen zu einem Kunsthandwerkermarkt, der hier wohl immer Sonntags stattfindet. Das Wetter ist auch so schön, das will genutzt werden ;) Von meinen Erlebnissen an der Südküste Spaniens in Tarifa, wo ich letzte Woche quasi Sommerurlaub gemacht habe, berichte ich dann in meinem nächsten Blog. Quasi nach der nächsten Maus.
Ich grüß euch alle,
bis bald,
Lena
Sonntag, 12. September 2010
Plaza Espana, Uni, Party.
| Universidad Sevilla |
So, nach meinem kleinen Ausflug gestern zum Plaza de Espana bin ich noch schnell bei der Uni vorbeigeschlendert, damit ihr wisst, wo das Wissen herkommt, das im Laufe des nächsten Jahres mein Hirn nach und nach füllen wird. Das Gebäude ist eine alte Tabakfabrik und steht nicht nur Studenten offen, sondern auch Touristen, die aufgrund der beeindruckenden Architektur des "Rectorado" zuhauf durch die Patios, Hallen und Flure schlendern. Nebenan seht ihr das Eingangstor zum Hauptgebäude (es gibt noch gefühlte 20 andere Universitätsgebäude in Sevilla, irgendwo müssen die 100.000 Studenten ja unterkommen). Der Legende nach trötet der Engel immer in sein Horn, wenn durch das Tor eine Jungfrau läuft. Ich werd mich melden, wenn ich da das erste Mal ein Geräusch vernehme. Zum Fotografieren eignet sich die Uni leider eher weniger, wenn man nicht gerade zufällig einWeitwinkelobjektiv besitzt, aber für mehr Impressionen kann man sich dann durchaus mal www.us.es angucken.
Hier hab ich noch ein Bild aus dem Inneren.
Hier hab ich noch ein Bild aus dem Inneren.
| Hogwarts |
Diese Treppen haben mich einfach so sehr an Hogwarts (die Zauberschule von Harry Potter) erinnert, dass ich dachte, gleich fangen sie an sich zu bewegen.
Nicht weniger beeindruckend als die Uni war mein Ausflug zum Plaza de Espana. Wenn ich meinen spanischen Reiseführer richtig verstanden habe, wurde das Monster an Bauwerk im frühen 20. Jahrhundert erbaut im Zuge einer "exposición iberoamericana". Daran schließt sich noch ein riesen Park, den man aufgrund seiner Vielfalt die Pflanzenwelt betreffend auch als botanischen Garten bezeichnen kann. Die Ausstellen haben sich die Spanier also einiges kosten lassen. Ich bin sicher zwei Stunden durch den Park gelaufen und habe sicher noch nicht die Hälfte entdeckt, von dem, was es zu sehen gibt. Brunnen, kleine Plätze, Teiche... Toll. Und einer der Orte, an dem es sich bei 39Grad auch dann noch angenhem aushalten lässt. Schön am Plaza de Espana finde ich, dass jede spanische Provinz ihre eigene kleine Hommage bekommt. Unten das Beispiel von Sevilla. Von jeder Provinz ist eine Karte in den Boden vor dem Plaza de Espana eingelassen und ein Bild (in Form von Kacheln), dass die Geschichte der Provinz erzählt. Kann man sich sicher Stunden mit aufhalten, das alles genau zu erforschen.
| Plaza de Espana |
| Karte von Sevilla in den Boden gekachelt vor dem Plaza de Espana |
| Im Park. <3 Überall diese Pferdekutschen. Sind wir hier in Wien oder was? |
Ich würde gerne noch mehr Fotos hochladen, aber das ist irgendwie noch etwas schwierig hier mit dem Internet. Besonders informativ ist dieser Beitrag also nicht ausgefallen... aber morgen zieh ich wieder los uns sammle Infos, Eindrücke und Geschichten im warmen Süden für mich und euch! (Dann spielt die Connection hier hoffentlich mit! Tim / Simon - MEIN INTERNET IST KAPUTT!!!!) Zum Schluss hab ich noch ein ganz besonderes Schmankerl -- bin ich nicht schön? " (Sarah, das ist jetzt besonders für dich.)
| Guten Tag, ich hätte gerne die größte Brille, die man in ihrem Laden käuflich erwerben kann. |
Hasta luego amigos!
Freitag, 10. September 2010
Die ersten Tage
Jetzt hatte ich einige Zeit kein Internet (Himmel, was ist man doch mittlerweile darauf angewiesen. Nicht nur organisatorisch, sondern auch um das Gefühl zu haben, man hätte Kontakt zur Außenwelt.) und konnte die Zeit nutzen viel durch die Gegen zu laufen. Manchmal mit Plan, manchmal ohne. Oft sitze ich hier auf irgendwelchen Plätzen (San Salvador mein Liebling bisher - bemüht das Internet) und schaue einfach nur den Sevillanos, zu wie sie leben. Wie bereits erwähnt besitzt das hier eine andere Qualität als bei uns: Leben heißt hier irgendwie... Zeit haben. Vormittags schon im Café sitzen und Kaffee trinken, Mittags das Gemüt mit einer kalten Cerveza auf belebten Plätzen kühlen,abends das Tapas-Essen mit Oliven und Baguette, Queso und Chorizo zelebrieren. Hauptsache alles in der Öffentlichkeit! Und das sauge ich förmlich in mich auf, kann mich gar nicht sattsehen daran.
Ok, ich teile meine Eindrücke mit euch: Dieses Zeichen findet sich hier einfach überall in der Stadt. Auf Ampeln, Gullideckeln, Schildern, Monumenten... dass es nicht noch in öffentliche Toilettensitze eingraviert ist, ist alles. Wikipedia sagt zur Herkunft: "(...) after the “Reconquest” of Seville from the Muslims in 1248, King Fernando III, El Santo, King of Castilla and León moved his court to the former Muslim palace, the Alcázar of Seville.
After San Fernando’s death in the Real Alcázar, his son, Alfonso X, “The Wise,” assumed the throne. Alfonso’s son, Sancho IV of Castile, tried to usurp the throne from his father, but the people of Seville remained loyal to their scholar king and this is where NO8DO was believed to have originated when, according to legend, Alfonso X rewarded the fidelity of the “Sevillanos” with the words that now appear on the official emblem of the city of Seville." Daher der großer Stolz der Sevillaner auf ihre eigene Stadt, laut meinen Mitbewohnerinnen wirkt sich das wohl auch politische aus, für tiefergehende Gespräche diesbezüglich reicht mein Vokabular aber noch nichts aus... Vielleicht lass ich es mir auf meinen Popo tätowieren (oder was kostet das, es wegmachen zu lassen, Dennis?)
Auf dem Bild unten seht ihr "sevici". Besonders interessant für Christian - ich hab mich schon als potentieller Kandidat für ein Experteninterview für seine Diplomarbeit angeboten. Sevici (auch hier wieder das Zeichen von Sevilla zu erkennen, wers findet muss mich besuchen kommen!) kostet 10 Euro im Jahr, dafür bekommt man eine Chipkarte und kann die Fahrräder kostenlos (die ersten 30 Minuten danach 50cent pro Stunde) ausleihen: Losradeln und am anderen Ende der Stadt einfach wieder einem Sevicistand abgeben. Toll oder? Erst war ich beeindruckt davon, weil ich dachte es würde ökologischer Idealismus hinter der Idee stecken:. Es hat aber wohl entweder was damit zu tun, dass die Straßen durch zuviele Autos so dermaßen verstopft sind, dass man mit einem PkW kaum von A nach B kommt. Oder aber damit, dass in der Innenstadt die Straßen oft so eng sind, dass man mit Autos gar nicht durchpasst. Wie auch immer, Sevici ist toll, ich habe mich angemeldet und bekomme in 2-3 Wochen hoffentlich meinen ganz eigenen Ausweis!
Zunächst wollte ich mir ein eigenes Fahrrad kaufen um mir den Stress mit festgelegten Abgabestationen der Fahrräder zu ersparen (und wenn diese dann noch voll sind muss man zur nächsten fahren und danach zur nächsten...). Ein Fahrrad kauft man hier nicht neu, sondern sonntags gebraucht auf einem Markt. Die Fahrräder, die dort verkauft werden sind alle geklaut und meist stümperhaft umlakiert - das ist ein offenes Geheimnis. Im glücklichsten Fall findet man sein Fahrrad, einst geklaut, auf dem Markt also und kann es für einen Spottpreis (oder soll ich besser sagen Obolus?) von 20Euro erwerben. Danach sollte man dann aber nochmal 120 Euro in ein Schloss investieren, damit eine Wiederholung alldessen ausgeschlossen ist. Die Polizei weiß von der Gangsterei, unternimmt aber nichts...denen ist wahrscheinlich auch zu heiß...
Hier sind einfach mal ein paar Eindrücke von einem Spaziergang, den ich gestern durch die Altstadt gemacht habe. Ach! Was sag ich? Spaziergang! Exkursion! So richtig, mit Reiseführer und Geschichte und alles. Und es war schön. :)
Chicas Espanolas. Die spanischen Frauen find ich ja wirklich toll. Angefangen bei meinen Mitbewohnerinnen, die morgens aufstehen, gut aussehen und schon so herrlich dreckig lachen (jejeje), über die Nachbarin, die trotz ihrer gefühlten 83 immernoch elegant gekleidet ist und mehr Energie hat als die komplette weibliche Belegschaft der Uni Trier zusammen (ausgenommen Senora Alario) und beendet bei der Kassiererin im Supermarkt, die sich durch wirklich NICHTS aus der Ruhe bringen lässt. Alle haben irgendwie eine gewisse Energie, Präsenz und Eleganz, die mir von deutschen Frauen nur selten bekannt ist. Allerdings muss man dazu sagen, dass diese Eleganz manchmal auch dezent übertrieben wird. Da prallen dann Welten aufeinander: vom billigen Barbiesupermodel bis zur alternativen Haschtante ist hier wirklich alles vertreten. Eins ist mir bisher unerklärt geblieben: Wie laufen die Sevillanas auf den Highheels kilometerweit auf diesem Pflaster? Ich weiß es nicht, sie tun es jedenfalls. Ich bleibe dran...
Hier habe ich einfach noch ein paar weitere Eindrücke, zu denen ich mir weitere stundenlange Erläuterungen einfach an dieser Stelle sparen werde. Stattdessen mache ich mir einen leckeres Toast (irgendwie muss ich die 10 Kilo von Australien ja wiederbekommen) und werde in die Stadt fahren. Undzwar zum Plaza de Espana, da habe ich heute Mittag schon ein Auge drauf geworfen und das möchte ich mir jetzt noch genauer ansehen. Später wird dann schön gemeinsam gekocht und ab gehts zur fiesta. Mein erster richtiger Freitagabend in der Partymetropole Sevilla, ich bin gespannt!
Stay tuned!
Love,
Lena
After San Fernando’s death in the Real Alcázar, his son, Alfonso X, “The Wise,” assumed the throne. Alfonso’s son, Sancho IV of Castile, tried to usurp the throne from his father, but the people of Seville remained loyal to their scholar king and this is where NO8DO was believed to have originated when, according to legend, Alfonso X rewarded the fidelity of the “Sevillanos” with the words that now appear on the official emblem of the city of Seville." Daher der großer Stolz der Sevillaner auf ihre eigene Stadt, laut meinen Mitbewohnerinnen wirkt sich das wohl auch politische aus, für tiefergehende Gespräche diesbezüglich reicht mein Vokabular aber noch nichts aus... Vielleicht lass ich es mir auf meinen Popo tätowieren (oder was kostet das, es wegmachen zu lassen, Dennis?)
Auf dem Bild unten seht ihr "sevici". Besonders interessant für Christian - ich hab mich schon als potentieller Kandidat für ein Experteninterview für seine Diplomarbeit angeboten. Sevici (auch hier wieder das Zeichen von Sevilla zu erkennen, wers findet muss mich besuchen kommen!) kostet 10 Euro im Jahr, dafür bekommt man eine Chipkarte und kann die Fahrräder kostenlos (die ersten 30 Minuten danach 50cent pro Stunde) ausleihen: Losradeln und am anderen Ende der Stadt einfach wieder einem Sevicistand abgeben. Toll oder? Erst war ich beeindruckt davon, weil ich dachte es würde ökologischer Idealismus hinter der Idee stecken:. Es hat aber wohl entweder was damit zu tun, dass die Straßen durch zuviele Autos so dermaßen verstopft sind, dass man mit einem PkW kaum von A nach B kommt. Oder aber damit, dass in der Innenstadt die Straßen oft so eng sind, dass man mit Autos gar nicht durchpasst. Wie auch immer, Sevici ist toll, ich habe mich angemeldet und bekomme in 2-3 Wochen hoffentlich meinen ganz eigenen Ausweis!
Hier sind einfach mal ein paar Eindrücke von einem Spaziergang, den ich gestern durch die Altstadt gemacht habe. Ach! Was sag ich? Spaziergang! Exkursion! So richtig, mit Reiseführer und Geschichte und alles. Und es war schön. :)
Chicas Espanolas. Die spanischen Frauen find ich ja wirklich toll. Angefangen bei meinen Mitbewohnerinnen, die morgens aufstehen, gut aussehen und schon so herrlich dreckig lachen (jejeje), über die Nachbarin, die trotz ihrer gefühlten 83 immernoch elegant gekleidet ist und mehr Energie hat als die komplette weibliche Belegschaft der Uni Trier zusammen (ausgenommen Senora Alario) und beendet bei der Kassiererin im Supermarkt, die sich durch wirklich NICHTS aus der Ruhe bringen lässt. Alle haben irgendwie eine gewisse Energie, Präsenz und Eleganz, die mir von deutschen Frauen nur selten bekannt ist. Allerdings muss man dazu sagen, dass diese Eleganz manchmal auch dezent übertrieben wird. Da prallen dann Welten aufeinander: vom billigen Barbiesupermodel bis zur alternativen Haschtante ist hier wirklich alles vertreten. Eins ist mir bisher unerklärt geblieben: Wie laufen die Sevillanas auf den Highheels kilometerweit auf diesem Pflaster? Ich weiß es nicht, sie tun es jedenfalls. Ich bleibe dran...
Hier habe ich einfach noch ein paar weitere Eindrücke, zu denen ich mir weitere stundenlange Erläuterungen einfach an dieser Stelle sparen werde. Stattdessen mache ich mir einen leckeres Toast (irgendwie muss ich die 10 Kilo von Australien ja wiederbekommen) und werde in die Stadt fahren. Undzwar zum Plaza de Espana, da habe ich heute Mittag schon ein Auge drauf geworfen und das möchte ich mir jetzt noch genauer ansehen. Später wird dann schön gemeinsam gekocht und ab gehts zur fiesta. Mein erster richtiger Freitagabend in der Partymetropole Sevilla, ich bin gespannt!
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